Die Einstiegsfrage als Erfolgskriterium

„Die Einstiegsfrage kann das A und O sein“

Franziska Seibert (26) studiert Journalismus an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Sie gehörte zur Semester-Redaktion des Interviewmagazins Inter.Vista, das einen starken Bezug zur Stadt Magdeburg hat. Wie der Journalismus-Studiengang ein solches Lehrprojekt stemmt, verrät Ideengeber und Dozent Dr. Uwe Breitenborn im Interview. Hier schreibt Studentin Seibert über ihre größten Herausforderungen und Erkenntnisse.

Von Franziska Seibert, im Juli 2017

Welcher Arbeitsschritt war die größte Herausforderung für mich?
Eine große Herausforderung war es, sich im Interview auf den Gesprächspartner einzulassen und es so zu gestalten, dass man die Zügel nicht aus der Hand gibt. Um spontan, locker, und gleichzeitig professionell zu bleiben, sollte man sich nicht zu sehr an den Fragen festhalten. Lieber auf den Gesprächspartner eingehen, um ein gutes Interview zu produzieren.

Einstiegsfrage - Franziska Seibert
Franziska Seibert: Journalismus-Studentin und Inter.Vista-Redakteurin (Foto: Privat)

Wie habe ich diese Herausforderung gelöst?
Die intensive Vorbereitung des Interviews hat mir sehr geholfen, mich während des Interviews sicher zu fühlen. Ich habe mich gründlich mit den Personen auseinandergesetzt und die Fragen und Themenfelder intensiv erarbeitet.

 

„Die Vorbereitung mit dem Team hat mir geholfen.“

 

Mir hat es auch geholfen, im Vorfeld mit anderen Menschen darüber zu sprechen, was interessant sein könnte, und welche Fragen besser zu vermeiden wären. Hier hat mir die Vorbereitung mit dem Team vorab geholfen, da wir den Ablauf, die Fragen und mögliche Antworten mit einer Person vorher durchgesprochen haben.

Außerdem lernte ich, dass die Einstiegsfrage das A und O in einem Interview sein kann. Sie stimmt die Gesprächspartner aufeinander ein und erleichtert den lockeren Fluss des Gesprächs, wenn sie gut ist. Ein Großteil der Arbeit liegt nach dem Interview noch im Lektorat. Hier muss das Gesagte oft gekürzt und stilistisch abgerundet werden.

Was ist meine wichtigste Erkenntnis aus diesem Interviewprojekt?
Interviews führen ist eine Kunst für sich – auch wenn es von außen betrachtet wirkt, als wäre es ein lockeres Gespräch. Es steckt eine Menge Arbeit drin. Zuhören hilft, und Vorbereitung ist die halbe Miete.