Nonverbale Kommunikation: Vera F. Birkenbihl

Nonverbale Kommunikation - Vera F. Birkenbihl

Von Mario Müller-Dofel

Mit dem Buch „Körpersprache verstehen“ verspricht Autorin Vera F. Birkenbihl († 2011) eine „Alternativ-Beschreibung der Welt…, insofern als der Text Ihre Aufmerksamkeit vom gesprochenen Wort zu den nicht sprachlichen Signalen hinführen kann.“ Erkenntnisgewinn: „Erstens kann der Leser bereits anfängliche Verschlechterungen der Beziehungsebene erkennen und sie abfangen, indem er sich taktisch darauf einstellt.“ Und zweitens „kann der Geübte bewusst registrierte Beobachtungen auch überprüfen“, schreibt Birkenbihl, eine der profiliertesten deutschen Rhetoriktrainerinnen der vergangenen Jahrzehnte. Hier geht es aber um nonverbale Kommunikation.

Teil 1 dieses Buches führt ein in die gezielte Wahrnehmung und Beschreibung von Körpersprachesignalen. Einer ihrer Kernsätze dabei: „Wenn der Geübte meint, körpersprachliche Signale verstanden zu haben, bemüht er sich um die Erfolgskontrolle, statt anzunehmen, er habe den anderen durchschaut.“ Sogleich beschreibt Birkenbihl Methoden zur Selbstwahrnehmung und Erfolgskontrolle. In Teil 2 geht es um körpersprachliche Signale an sich, also um Körperhaltungen im Sitzen und im Stehen, um den physischen Abstand von Gesprächsbeteiligten zueinander, um Mimik, Gestik, Tonfall und kulturelle Unterschiede. Das letzte Kapital beinhaltet fünf Fallstudien, in denen sich viele Leser wieder erkennen werden. Und wer sich von Birkenbihl animiert fühlt, seine Körpersprachekenntnisse weiter zu vertiefen, findet im Literaturverzeichnis inspirierende 94 Quellen dafür.

Dieses Buch über nonverbale Kommunikation macht zwar optisch weniger her, wie etwa Molchows „Alles über Körpersprache“ mit viel mehr Abbildungen und weniger Text und es liest sich auch nicht leicht. Dennoch werden insbesondere fortgeschrittene „Körpersprachler“ wichtige Impulse bekommen.

Vera F. Birkenbihl: Signale des Körpers
24. Auflage, mvg Verlag, 2014, 272 Seiten, 12,99 Euro (Softcover), 10,99 Euro (E-Book)